Knospensterben und Zikadenbefall an Rhododendron – Ansätze zur biologischen Kontrolle

Beschreibung: 

Das Knospensterben an Rhododendron spp. wird durch eine Pilzinfektion (Pycnostysanus azaleae) hervorgerufen und führt durch großflächiges Ausbleiben der Blüte zu massiven ästhetischen Einbußen in öffentlichen Grünanlagen. Das Auftreten der Pilzinfektion ist positiv mit dem Vorkommen der Rhododendronzikade (Graphocephala fennahi) korreliert, ein direkter Übertragungsweg ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt. Die Zikade saugt an den Blättern und legt ihre Eier in die Knospenschuppen ab, zudem sammeln sich die Sporen des Pilzes auf der Körperoberfläche an. Kleinste Stichverletzungen könnten eine Infektion begünstigen oder übertragen. Zur Eindämmung des Knospensterbens wird i.d.R. eine Insektizid-Behandlung gegen G. fennahi empfohlen. Da die Pilzinfektion auch ohne das Vorkommen der Zikade auftritt, könnten große Mengen Insektizid eingespart werden, sollte es keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Auftreten beider Organismen geben.
Am JKI führen wir Versuche durch, in denen Schädigungen der Knospen künstlich simuliert werden. Zusätzlich wird durch Variation von Exposition (Süd, Ost) und Schattierung der Einfluss von Standortgegebenheiten berücksichtigt. Die Versuche sollen Aufschlüsse über die Rolle der Zikade für den Übertragungsweg des Pilzes liefern. Die Ergebnisse dienen der Entwicklung nachhaltiger Maßnahmen gegen das Knospensterben.

Handlungsfelder: 
Stadtnatur pflegen
Forschungsinstitut: 
JKI
Auftragnehmer: 
JKI
Laufzeit: 
Jan 2013