Möglichkeiten der verstärkten Nutzung von Synergien zwischen Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit in Programmen wie der „Sozialen Stadt“

Beschreibung: 

Die Umsetzung des Programms Soziale Stadt zeigt, dass bislang die gebaute Umwelt im Zentrum stand, während die natürliche Umwelt mit ihren Naturressourcen und ökologischen Systemen eher implizit Berücksichtigung fand. Dabei konzentrieren sich in vielen Programmgebieten der Sozialen Stadt Umweltbeeinträchtigungen wie Lärm-, Luftschadstoff- und bioklimatische Belastungen. Nicht selten kumulieren diese Beeinträchtigungen, so dass die Bewohner/innen umweltbedingten Mehrfachbelastungen mit gesundheitsrelevanten Auswirkungen ausgesetzt sind. Vor diesem Hintergrund sollen mit dem Forschungsvorhaben am Beispiel des Programms Soziale Stadt drei übergeordnete Fragen beantwortet werden:

  • Wie lassen sich umweltpolitische Herausforderungen durch quartiersbezogene Förderprogramme zukünftig besser bewältigen bzw. entsprechende Zielsetzungen besser verfolgen?
  • Über welche Möglichkeiten verfügen Bevölkerungsgruppen in Programmgebieten der Sozialen Stadt, sich aktiv für eine sozial und ökologisch gerechte Gestaltung ihres Wohn- und Lebensumfeldes zu engagieren? Über welche Möglichkeiten verfügen sie, auch ihren Lebensstil sowie ihr dadurch geprägtes Freizeit- und Konsumverhalten in diese Richtung zu verändern?
  • Wie lässt sich für diese Zielsetzung die Kooperation von „professionellen“ Akteuren der Programmumsetzung (Verwaltung, Träger, Organisationen etc.) und „lebens“- bzw. „alltagsweltlicher“ Bewohnerschaft verbessern?
 
In dem Forschungsvorhaben wird auf der übergeordneten Ebene von Programmen, Strategien und Konzepten analysiert, wie hier die Themen Umweltschutz und ökologische Gerechtigkeit verankert sind und wo sich Synergien zwischen beiden Feldern ergeben (können). In vier Fallkommunen geht es darum, mit qualitativen sozialwissenschaftlichen Methoden unter anderem Erfahrungen und Einschätzungen von Expert/innen sowie Wahrnehmungs- und Deutungsmuster von Quartiersbewohner/innen in Bezug auf die Lage vor Ort zu untersuchen.
Handlungsfelder: 
Stadtgrün sozial verträglich entwickeln
Forschungsinstitut: 
UBA
Auftragnehmer: 
difu Deutsches Institut für Urbanistik, Berlin; IfS Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH, Berlin; sociodimensions - Institute for Socio-cultural Research, Heidelberg
Laufzeit: 
Sep 2015 bis Mai 2017