Bundesumweltministerium zeichnet neun Kommunen für Klimaengagement aus

Preisverleihung auf der 10. Kommunalen Klimakonferenz
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, zeichnete am 22. Januar Kommunen als Sieger des Wettbewerbs „Klimaaktive Kommune 2017“ aus. 102 Beiträge waren in den Kategorien „Kooperationsprojekte“, „Klimaanpassung“ und „Bürgerbeteiligung“ eingereicht worden. Die Preise von je 25.000 Euro wurden auf der 10. Kommunalen Klimakonferenz verliehen. Die zweitägige Konferenz fand unter dem Motto „Akteure im kommunalen Umfeld – Partner, Vorbilder, Impulsgeber“ in Berlin statt.

Schwarzelühr-Sutter: „Der Wettbewerb zeigt erneut, dass Kommunen und Regionen eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz und der Klimaanpassung einnehmen. Die ausgezeichneten Städte und Gemeinden nehmen dabei eine Vorbildfunktion ein. Wir stellen aber nicht nur weithin sichtbare Leuchtturmprojekte ins Rampenlicht, sondern auch die, die mit beharrlicher und oft mühsamer Überzeugungsarbeit im Kleinen wichtige Erfolge erzielen. Es freut mich, dass sich Kommunen mit über 100 Beiträgen am Wettbewerb beteiligt haben.“

In Deutschland sind die Städte, Gemeinden und Landkreise in besonderem Maße gefragt, um die nationalen Klimaschutzambitionen zu verwirklichen und damit zur Erreichung der Ziele von Paris beizutragen. Sie gehen mit Energieeinspar- und Effizienzmaßnahmen über Motivationskampagnen bis hin zu übergreifenden Netzwerken mit gutem Beispiel voran. Viele Kommunen sehen dabei den Klimaschutz nicht als reinen „Selbstzweck“, sondern erkennen zunehmend positive Synergien, die sich aus kommunalen Klimaschutzaktivitäten ergeben können.

Der Wettbewerb wird vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik in Kooperation mit den drei kommunalen Spitzenverbänden ausgerichtet. Die neun Gewinnerkommunen erhalten je 25.000 Euro für ihre besonders vorbildlichen Projekte zur Umsetzung von Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort.

Ausgezeichnet wurde unter anderem die Stadt Neuss (Nordrhein-Westfalen) in der Kategorie 2 „Klimaanpassung in der Kommune“ für ihr Konzept „Stadtentwicklung im Wandel – Klimaanpassung planen und umsetzen“. Bürgermeister Reiner Breuer kündigte an, das Preisgeld in ein neues Förderprogramm für Dach- und Fassadenbegrünung zu investieren.

Ebenfalls eine Auszeichnung in der Kategorie 2 erhielt der Landschaftsverband Rheinland für die konsequente Begrünung seiner großflächigen Liegenschaften bei anstehenden Dachsanierungen bzw. entsprechenden Dachausführungen bei Neubauten. Zugleich nutzt der Verband Synergien zwischen Klimaschutz und Klimaanpassung, indem er geeignete (Grün-)dächer zusätzlich mit Solaranlagen ausstattet.

Weitere Informationen: www.klimaschutz.de/wettbewerb2017

Beratung zu Fördermöglichkeiten für kommunalen Klimaschutz bietet das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) im Auftrag des Bundesumweltministeriums unter der Telefonnummer 030 39001-170 und per E-Mail: skkk@klimaschutz.de