Worum geht es hier?

„Bäume und Sträucher, Hecken, Blumen und Wiesen – urbanes Grün macht unsere Städte attraktiver und lebenswerter. Stadtgrün reguliert die Temperatur, reinigt die Luft und wirkt sich damit positiv auf das Stadtklima und auf die Gesundheit aus. Es bietet Lebensraum für Flora und Fauna und unterstützt die biologische Vielfalt in der Stadt. Da immer mehr Menschen in unseren Städten leben wollen und leben werden, nimmt die Bedeutung einer „Grünen Infrastruktur“ zu. Sie steigert die Wohnqualität, fördert Freizeit, Sport und Erholung und kann damit den sozialen Zusammenhalt und die gesellschaftliche Teilhabe stärken.“ 

Ministerin Dr. Barbara Hendricks in Grünbuch Stadtgrün 2015

Auf dem Kongress „Grün in der Stadt“ am 10. und 11. Juni 2015 wurde das Grünbuch Stadtgrün der Öffentlichkeit vorgestellt. Die integrierte Entwicklung von Stadtgrün erfordert kooperative und interdisziplinäre Verfahren. Daher können tragfähige Strategien nur entstehen, wenn es gelingt, viele Partner aus so unterschiedlichen Disziplinen wie Stadtentwicklung, Naturschutz, Gartenbau, Landwirtschaft, Ressourcenmanagement und Landschaftsplanung, aber auch Immobilienwirtschaft und zivilgesellschaftlichem Engagement zusammen zu bringen. Das Grünbuch Stadtgrün fasst erstmalig und ressortübergreifend den aktuellen Wissensstand zum urbanen Grün zusammen. 

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Vom Grünbuch zum Weißbuch

Die Veröffentlichung des Grünbuchs war der Auftakt für einen längeren Prozess, mit dem neue, integrierte Strategien für das urbane Grün entwickelt und umgesetzt werden. In einem Weißbuchprozess zum Stadtgrün soll nun ein breiter Dialog über den zukünftigen Stellenwert von Grün- und Freiflächen in unseren Städten angestoßen werden. Dazu wird der Bund im Rahmen seiner Zuständigkeiten Handlungsempfehlungen und Möglichkeiten der Umsetzung formulieren. Die Erstellung erfolgt in Abstimmung mit Ländern, Kommunen, Verbänden, Zivilgesellschaft, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis und weiteren Akteuren. Aktuelle Forschungsprojekte zum Thema „Grün“ sind unter folgendem Link zu finden:

Das Weißbuch wird von Bundesbau- und -umweltministerin Dr. Barbara Hendricks auf dem 2. Bundeskongress „Grün in der Stadt“, der am 8. und 9. Mai 2017 in Essen stattfinden wird, vorgestellt.
 

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Was bisher geschah

Der Kongress am 10. und 11. Juni 2015 in der Akademie der Künste, Berlin

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veranstalteten den Kongress „Grün in der Stadt - Für eine lebenswerte Zukunft".

Zwei Tage lang diskutierten rund 400 Akteure aus Politik, Wissenschaft, Gartenämtern, Planungsbüros und Verbänden mit Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen über die Bedeutung des Grüns in der integrierten Stadtentwicklung.

© BMEL/Ingo Heine
© BMEL/Ingo Heine

Eröffnet wurde der Kongress durch Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.

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Kurzfilme

Vier Kurzfilme informierten auf dem Kongress „Grün in der Stadt“ über die Qualitäten des Stadtgrüns und die damit verbundenen Stadtentwicklungsaufgaben. Schauen Sie sich Impressionen zum Grün in der Stadt an – manche davon auch aus ungewohnter Perspektive.

 

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„Zukunftsbilder einer grünen Stadt“

Wettbewerb mit Ideenwerkstatt für Studierende und Absolventen

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat 2014 einen Ideenwettbewerb zu „Zukunftsbildern einer Grünen Stadt – Grüner wird's nicht – oder doch?“ für Studierende und junge Absolventen ausgelobt. In diesem wurden Ansätze gesucht, wie die grüne Stadt der Zukunft aussehen und funktionieren kann und wer an ihrer Entstehung beteiligt ist. Neben Visionen sollten die Wettbewerbsbeiträge auch aktuelle Herausforderungen und Fragestellungen der Grünentwicklung berücksichtigen und einbeziehen.

Eine Jury, besetzt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), das Bundesamt für Naturschutz (BfN), das Julius Kühn-Institut (JKI) und zwei externe Experten, zeichnete vier Beiträge mit einem Preisgeld von insgesamt 2.400 Euro aus.

Die Preisträger wurden auf dem Kongress „Grün in der Stadt“ am 10. Juni 2015 bekannt gegeben.

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Preisträger des Wettbewerbs

Lena Flamm
TU Berlin, Studiengang Urban Design:
Freiraum als Stoffwechsel/Reallabor

Markus Weinig
TU München, Studiengang Landschaftsarchitektur/Urbanistik:
Pop Up Sportsground

Sebastian Sowa
Hafen City Universität, Studiengang Urban Design/Landschaftsarchitektur:
Grün Stadt Straße

Würdigung:
Maria Venus
TU Berlin, Studiengang Stadtökologie:
Gartenstadt der Zukunft - städtischen Akteuren ihre Grünflächen

Der Wettbewerb wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Julius Kühn-Institut (JKI) unterstützt.

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Studierendenwettbewerb 2016/2017

Unter dem Motto „Zukunftsbilder einer grünen Stadt – Grün auf engem Raum“ lobte das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) 2016 einen Wettbewerb für Studierende stadt- und raumwissenschaftlicher Disziplinen aus. 
 
Mit dem 2. Studierendenwettbewerb des BBSR „Zukunftsbilder einer Grünen Stadt – Grün auf engem Raum“ wurden  Beiträge gesucht, die innovative Ansätze enthalten und gut realisierbar sind. Ein besonderes Augenmerk galt dabei begrenzten Flächenressourcen in wachsenden Städten. Für die Entwürfe konnten die Studierenden unter drei Entwurfsgebieten in Berlin wählen. Es steht ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro zur Verfügung. Dieser startete nach einem Projektaufruf mit einer Entwurfswerkstatt am 9. und 10. Dezember 2016 in Berlin, die fertigen Projektanträge waren bis zum 31.01.2017 einzureichen. Eine hochkarätig besetzte Jury wird am 22. März 2017 die besten Projekte auswählen. Im Rahmen des Bundeskongresses „Grün in der Stadt“ am 8. Mai 2017 wird BBSR-Direktor Harald Herrmann die Gewinner bekanntgeben.