Worum geht es hier?

„Bäume und Sträucher, Hecken, Blumen und Wiesen – urbanes Grün macht unsere Städte attraktiver und lebenswerter. Stadtgrün reguliert die Temperatur, reinigt die Luft und wirkt sich damit positiv auf das Stadtklima und auf die Gesundheit aus. Es bietet Lebensraum für Flora und Fauna und unterstützt die biologische Vielfalt in der Stadt. Da immer mehr Menschen in unseren Städten leben wollen und leben werden, nimmt die Bedeutung einer „Grünen Infrastruktur“ zu. Sie steigert die Wohnqualität, fördert Freizeit, Sport und Erholung und kann damit den sozialen Zusammenhalt und die gesellschaftliche Teilhabe stärken.“ 

Ministerin Dr. Barbara Hendricks in Grünbuch Stadtgrün 2015

Urbanes Grün ist prägendes Element unserer Städte und übernimmt vielfältige soziale, gesundheitliche, wirtschaftliche, ökologische und klimatische Funktionen. Diese gilt es auch in Zukunft zu stärken. Deshalb hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit eine langfristige Initiative für grünere Städte gestartet.

Bei dem zweitägigen Kongress „Grün in der Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft“ von Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Juni 2015 in Berlin wurde das Grünbuch Stadtgrün vorgestellt.

© BMEL/Ingo Heine
© BMEL/Ingo Heine

Eröffnet wurde der Kongress durch Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.

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Das Grünbuch Stadtgrün fasst erstmalig und ressortübergreifend den aktuellen Wissensstand zum urbanen Grün zusammen. Es wurde als Diskussionspapier mit dem Ziel konzipiert, einen breiten Dialog im Hinblick auf die Bedeutung von urbanem Grün in der integrierten Stadtentwicklung anzustoßen.

Ein Ergebnis dieses Diskussionsprozesses ist das im Mai 2017 veröffentlichte Weißbuch Stadtgrün. Es umfasst insgesamt zehn Handlungsfelder und eine Vielzahl konkreter Maßnahmen des Bundes für die Sicherung und Qualifizierung von Grün- und Freiflächen. Damit hat sich der Bund einen Arbeitsauftrag für die kommenden Jahre gegeben, wie er Städte und Gemeinden dabei unterstützen kann, urbanes Grün durch eine integrierte und nachhaltige Stadtentwicklungspolitik zu stärken.

Vorangegangen war ein transparenter und offener Prozess, in den alle Bundesressorts, die Länder und Kommunen, aber auch Verbände, Vereine, Stiftungen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eingebunden waren. Der Weißbuch-Prozess wurde im Dialog mit der Öffentlichkeit gestaltet. Die eingebrachten Anregungen und Forderungen wurden auf ihre Relevanz für den Bund geprüft und einem weiteren Abstimmungsprozess auch mit den Bundesressorts unterzogen.


© Milena Schlösser

Vorgestellt wurde das Weißbuch Stadtgrün beim 2. Bundeskongress „Grün in der Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft“ durch Bundesbauministerin Barbara Hendricks am 8. Mai 2017 in Essen.

  • Lesen Sie hier die Presseinformation.
  • Das Kongressprogramm finden Sie hier.

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Kurzfilme

Bei den Kongressen informierten Kurzfilme über die Qualitäten des Stadtgrüns und die damit verbundenen Stadtentwicklungsaufgaben. Schauen Sie sich Impressionen zum Grün in der Stadt an – manche davon auch aus ungewohnter Perspektive.

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Forschung
Der Weißbuchprozess wurde durch verschiedene Forschungsvorhaben des Bundes begleitet. Auch zukünftig werden neue Lösungsansätze für die urbane grüne Infrastruktur erprobt und konkrete Handlungsstrategien und Instrumente erarbeitet. Im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung sind die Projekte im Forschungscluster „Grün in der Stadt“ gebündelt. Aktuelle Forschungsprojekte verschiedener Institute des Bundes zum Thema „Grün“ finden Sie hier.

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Wettbewerbe
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat 2014 und 2016 Wettbewerbe für Studierende und junge Absolventen ausgelobt. Gesucht wurden Ansätze, wie die grüne Stadt der Zukunft aussehen und funktionieren kann.
2014 wurden unter dem Motto „Zukunftsbilder einer Grünen Stadt – Grüner wird's nicht – oder doch?“ Visionen unter Berücksichtigung aktueller Herausforderungen und Fragestellungen gesucht. Die prämierten Entwürfe sind im Grünbuch Stadtgrün veröffentlicht.
Der Wettbewerb 2016 „Zukunftsbilder einer grünen Stadt – Grün auf engem Raum“ widmete sich der Frage, wie Stadtgrün in hochverdichteten Quartieren erhalten und entwickelt werden kann. Die Preisträger wurden auf dem 2. Bundeskongress „Grün in der Stadt“ prämiert. Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite des BBSR.

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