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8. Forschung verstärken und vernetzen

Forschungscluster „Grün in der Stadt“ als Teil der Innovationsplattform Zukunftsstadt einrichten

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8. Forschung verstärken und vernetzen

Neue Nutzungsformen und Freiraumtypen erproben

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8. Forschung verstärken und vernetzen

Verschiedene Facetten von Grün in der Stadt integriert beforschen

Der Bund beabsichtigt, verschiedene Handreichungen und Leitfäden für die Qualifizierung von Stadtgrün zu erarbeiten. Hierfür gilt es, durch Forschungsvorhaben wissenschaftliche Grundlagen zu erarbeiten.

  • - Grüne Flächenressourcen der Stadt nutzen und ausbauen: Hierzu wird der Bund ein transdisziplinäres Forschungs- und Entwicklungsprogramm starten, mit dem untersucht wird, wie die Flächenressourcen in der Stadt Beiträge zur grünen Infrastruktur leisten können und welche Rolle hierbei ein ressortübergreifendes Arbeiten hat.
  • - Begrünung von Bauwerken: In den nächsten Jahren wird es bundesweit einen signifikanten Bedarf für die Sanierung, den Umbau und Neubau von Straßen, Brücken, Kanälen, Entwässerungsanlagen oder innerstädtischen Hochwasserschutzanlagen geben. Dies sollte als Chance für mehr Grün genutzt werden. Der Bund wird in Forschungsprojekten untersuchen, wie Elemente „Grauer Infrastruktur“ zugleich Teile grüner Infrastruktur werden können.
  • - Grundlagen für kompakte und funktionsgemischte grüne Stadtstrukturen schaffen: Mit dem BMUB-Programm „Neues Zusammenleben in der Stadt“ von Oktober 2015 ist das Anliegen verknüpft, das Leitbild der kompakten, integrierten und umweltverträglichen Stadt schrittweise in die Realität umzusetzen. Dabei spielt das Ziel, ein für Mensch und Umwelt verträgliches Maß an urbaner Dichte zu erreichen, eine zentrale Rolle. Der Bund will in einem Forschungsprojekt untersuchen, wie kompakte und funktionsgemischte Stadtstrukturen mit einer hohen Freiraum- und Aufenthaltsqualität aussehen können.
  • - Umsetzung des Konzeptes „Grüne Infrastruktur“ in urbanen Räumen: Erprobung innovativer Ansätze im Verbund von Wirtschaft und Praxis. Ausgehend von vorhandenen Strukturen der Verwaltung und Fragen der Governance sollen Ziele und Handlungsbedarfe formuliert werden.
  • - Pflanz- und Pflegekonzepte fördern und erhalten: Gesunde Stadtpflanzen hängen maßgeblich von nachhaltigen Pflanz- und Pflegekonzepten ab. Der Bund wird Forschungsprojekte unterstützen, die nachhaltige Grünkonzepte entwickeln, etwa um stadtklimaangepasste vitale Pflanzen und Pflanzengesellschaften für das urbane Grün fördern und selektieren zu können.
  • - Die Wirkung von Stadtgrün für die Gesundheit der Menschen untersuchen: Der Bund wird Trendthemen wie „Gesundheitsförderung und Stadtgrün“ stärker in ihrer Bedeutung für Mensch und Umwelt erforschen.
  • - Stadt und Ernährung: Modellhaft sollen gesamtstädtische Pläne zur urbanen Nahrungsproduktion erstellt werden. Dabei könnten zivilgesellschaftliche Projekte, Kleingärten oder kommunale Schwerpunktsetzungen (beispielsweise die essbare Stadt) im Fokus stehen.
  • - Auch die Inwertsetzung von Stadtgrün sollte stärker in den Fokus rücken. Diesbezüglich sollten die Ergebnisse etwa der Studie „Naturkapital Deutschland – TEEB DE Ökosystemleistungen in der Stadt" weiter verbreitet werden.