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4. Stadtgrün sozial verträglich und gesundheitsförderlich entwickeln

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4. Stadtgrün sozial verträglich und gesundheitsförderlich entwickeln

Das Potenzial urbaner Gärten nutzen

Urbane Gärten stellen eine große Ressource an städtischen Grünräumen dar und haben insgesamt hohe gemeinnützige, soziale und ökologische Funktionen. Neben den klassischen Kleingartenanlagen entstehen seit einigen Jahren vielerorts Gemeinschaftsgärten. Viele der Gärten sind bereits jetzt als halböffentliche Räume auch für die Allgemeinheit zugänglich. Zukünftig sollten die Gärten stärker mit Grünflächen vernetzt oder in diese integriert werden. Für von strukturellem Leerstand betroffene Kleingartenanlagen sind neue Nutzungskonzepte erforderlich. So entstehen derzeit erste Kleingartenparks. Ungenutzte Parzellen werden für eine halböffentliche Nutzung beispielsweise als Quartiersgärten, Schulgärten oder für Imker qualifiziert. Das Modell Kleingartenpark wird der Bund im Rahmen von Modellvorhaben im Experimentellen Wohnungs- und Städtebau untersuchen und gute Beispiele für die Praxis kommunizieren. Kleingartenanlagen sind rechtlich über das Bundeskleingartengesetz geschützt. Bei Gemeinschaftsgärten empfiehlt der Bund den Kommunen, mit Flächeneigentümern und Nutzern Absprachen zur Nutzungsdauer zu treffen. Der Handlungsleitfaden „Gemeinschaftsgärten im Quartier“ bietet Anregungen und Empfehlungen für Kommunen, wie sie die Rahmenbedingungen für Gemeinschaftsgärten verbessern können.

Zudem wird der Bund Kleingärten und Gemeinschaftsgärten in ihrer ökologischen Funktion stärken und sich für eine naturnahe Bewirtschaftung und die Bewahrung der Kulturpflanzenvielfalt einsetzen. Dafür wird der Bund einen Dialogprozess mit den Interessenvertretern der Kleingärtner und der Gemeinschaftsgärtner sowie den zuständigen Fachämtern in den Kommunen anstoßen, sofern dies einer wirtschaftlichen Verwertung anstaltseigener Flächen nicht entgegensteht.