Statements zum Weißbuchprozess

  • Die durch den Weißbuch-Prozess forcierte Diskussion um die Wertigkeit des Stadtgrüns stärkt die Position der Grünflächenämter. Die These, die Stadtplanung (auch) vom Grün her zu denken, ist somit keine leere Worthülse mehr, sondern wird im Weißbuch sinnhaft und nachvollziehbar dargelegt.

    Götz Stehr, Präsident des GALK e.V.

  • Die Aufmerksamkeit, die das Stadtgrün derzeit durch die breite politische Diskussion erfährt, hat viele betroffene Akteure mobilisiert. Ihr Ziel ist dabei, neue Chancen für das städtische Grün mit vielen Facetten zu diskutieren und letztlich möglichst viel konkrete Umsetzung zu befördern, um Grün für die Menschen in Städten und darüber hinaus nutzbar zu machen.

    Jürgen Rohrbach, Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V.

  • Der Weißbuchprozess hat die Bedeutung des Stadtgrüns in all seinen Funktionen für die Stadtentwicklung verdeutlicht und nachhaltig gestärkt. Stadtentwicklung kann nur gemeinsam mit Grün und Grünentwicklung funktionieren.

    Simone Raskob, Beigeordnete der Stadt Essen

  • Im Weißbuch hat sich der Bund verpflichtet, sich dafür einzusetzen, dass die Grünflächenversorgung in sozial benachteiligten Wohngebieten bis 2020 möglichst an den gesamtstädtischen Durchschnitt angeglichen wird. Dieses Engagement kann zu mehr Umweltgerechtigkeit in unseren Städten und damit zu gesunden Umweltverhältnissen für und mit allen Menschen unabhängig von ihrer sozialen Lage beitragen.

    Christa Böhme, Deutsches Institut für Urbanistik

  • Allen Menschen fußläufigen Zugang zu städtischen Grünräumen zu ermöglichen, wäre ein Beitrag zu mehr Umweltgerechtigkeit – insbesondere als produktive Gärten, in denen Städterinnen und Städter aller Herkünfte gemeinsam lernen und ihr Wissen teilen können. Meine Zukunftsvision teile ich mit dem Urban-Gardening-Manifest: Gartengerechte statt autogerechte Städte!

    Dr. Christa Müller, anstiftung München

  • Das BUMB hat mit dem Weißbuch einen sehr wichtigen Impuls ausgelöst und ein Thema politisiert, das die Kommunen bei deren Bemühungen um den Erhalt von Stadtgrün erheblich unterstützt.

    Prof. Dr. Robin Kähler, Stellvtr. Vorsitzender Internationale Vereinigung Sportstätten und Freizeiteinrichtungen (IAKS)

  • Das Weißbuch ist ein wichtiger Schritt zur stärkeren Berücksichtigung urbanen Grüns. Allerdings fehlt es vor allem auf der Bundesebene noch an konkreten Maßnahmen, so z.B. im Städtebaurecht.

    Leif Miller, Bundesgeschäftsführer NABU

  • Städte können Zukunft gestalten, indem sie attraktive und gesunde Lebensbedingungen bieten. Dazu gehört neben sauberer Luft und weniger Lärm vor allem viel und qualitativ hochwertiges Grün, das allen zur Verfügung steht. Stadtgrün begrenzt Klimarisiken.

    Maria Krautzberger, Präsidentin Umweltbundesamt

  • Städtisches Grün ist ein existentielles Thema, das uns alle betrifft. Die Initiative hat einen lange überfälligen politischen Prozess angestoßen. Durch den intensiven Austausch der Grünen Branche mit der Politik konnte ein substanzieller fachlicher Beitrag für das Weißbuch gegeben werden.

    Bertram Fleischer, Generalsekretär Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG)

  • Endlich rücken städtische Freiräume in den Fokus von Politik und Stadtentwicklung. Der Bund kann Impulse geben, motivieren und vermitteln. Grün in der Stadt ist für die Lebensqualität in unseren Städten wesentlich.

    Dir Prof. Harald Herrmann, Leiter Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

  • Die Immobilienwirtschaft hat dem Thema schon immer große Bedeutung zugemessen, die Initiative hat diese Einschätzung nochmals bestätigt. Grün ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil für die Lebensqualität in den Städten, sondern steht ganz konkret auch im Zusammenhang mit dem Wert der Immobilien – und in besonderer Weise für die Qualität des Standortes.

    Klaus-Peter Hesse, Geschäftsführer ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss

  • Die Grünflächen in der Stadt mit ihren vielfältigen bedeutenden Funktionen bekommen mit dem Weißbuch des Bundes eine neue prominente Wertschätzung im Kontext einer grünen Stadtentwicklung.

    Dr. Martin Hommes, Julius Kühn-Institut, Leiter Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst

  • Die Initiative Stadtgrün des Bundes macht die hohe naturschutz- und gesellschaftspolitische Bedeutung von Stadtgrün deutlich – Stadtgrün bildet das Naturkapital unserer Städte mit zahlreichen positiven Wirkungen für den Menschen, die Naturgüter und für die biologische Vielfalt.

    Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin Bundesamt für Naturschutz

  • Wenn die Stadt als der Biotop des Menschen betrachtet wird, dann bedeutet Grüne Infrastruktur auch Biotopverbundstruktur für den Menschen – und biologische Vielfalt wäre ein zentraler Qualitätsparameter.

    Herbert Lohner, Referent für Naturschutz BUND, Landesverband Berlin

  • Mit der Initiative Stadtgrün hat der Bund endlich seine Verantwortung erkannt, dieses Thema auch strategisch zu entwickeln. Ich hoffe, dass damit ein kontinuierlicher Prozess angestoßen wird, der es uns ermöglicht, urbane Freiräume besser miteinander zu vernetzen.

    Till Rehwaldt, Präsident Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla)

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