Mobiles Header-Bild

Der Kongress

am 10. und 11. Juni 2015 in der Akademie der Künste, Berlin

 

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veranstalteten den Kongress „Grün in der Stadt - Für eine lebenswerte Zukunft".

Zwei Tage lang diskutierten rund 400 Akteure aus Politik, Wissenschaft, Gartenämtern, Landschaftsarchitekten und Verbänden mit Vertretern aus Bund, Land und Kommunen über die Bedeutung des Grüns in der integrierten Stadtentwicklung.

Eröffnet wurde der Kongress durch Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.

Lesen Sie hier die gemeinsame Presseinformation.

Zum Download der Kongressdokumentation.

 

Kurzfilme

Vier Kurzfilme wurden auf dem Kongress „Grün in der Stadt“ vorgestellt, um die Qualitäten des Stadtgrüns, aber auch die damit verbundenen Stadtentwicklungsaufgaben sichtbar zu machen. Schauen Sie sich Impressionen zum Grün in der Stadt an – manche davon auch aus ungewohnter Perspektive.

Lädt...

 

Veranstalter

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB),
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Kongressvorbereitung

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Kongressmanagement

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Konferenz- und Tagungsmanagement
E-Mail:  stadtgruen2015@ble.de
Ansprechpartner: Renate Kopschina, Susann Biallas, Steffen Zimmermann

Fachliche Begleitung

Urbanizers Büro für städtische Konzepte
E-Mail: veranstaltungen@urbanizers.de

Veranstaltungsort

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10, 10557 Berlin (Tiergarten)
Das Haus ist barrierefrei.

Anfahrt

S-Bahnhof Bellevue (S5, S7, S75), U-Bahnhof Hansaplatz (U9), Bus 106


10. Juni 2015 – Erster Kongresstag

Gesamtmoderation:

Angela Fritzsch (RBB)

13:00 Uhr: Anmeldung und Empfang

14:00 Uhr: Begrüßung und Statement

Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

14:30 Uhr: Statement

Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft

14:50 Uhr: Grün in der Stadt – Aktuelle Rahmenbedingungen und Herausforderungen

Vorstellung des Grünbuchs durch DirProf. Harald Herrmann, Leiter des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)
Dir. u. Prof. Dr. Martin Hommes, Leiter des Instituts für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst des Julius Kühn-Instituts (JKI)

15:20 Uhr: Handlungsfeld Grün in der Stadt aus Sicht der Bundesländer

Klaus Bouillon, Minister für Inneres und Sport des Saarlandes, Vertreter der Bauministerkonferenz

15:30 Uhr: Handlungsfeld Grün in der Stadt aus Sicht der Kommunen

Arpad Bogya, Bürgermeister der Gemeinde Isernhagen, Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände

15:40 Uhr: Kaffeepause

16:10 Uhr: Ansprüche an das Stadtgrün

Blitzlichtstatements von Wissenschaft, Praxis und Fachverbänden
Helmut Kern, Gartenamtsleiterkonferenz (GALK e. V.)
Prof. Dr. Claudia Hornberg, Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften
Dr. Andreas Faensen-Thiebes, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Heike Brückner, Stiftung Bauhaus Dessau/Urbane Farm Dessau
Andreas Lohff, Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG)
Prof. Dr. Markus Reinke, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Institut für Landschaftsarchitektur
August Forster, Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL)
Marcus Bijan, Grünflächenamt Stadt Hamm
Stefan Grundei, Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V. (BDG)

17:10 Uhr: Grün in der Stadt als politische Gestaltungsaufgabe

Parlamentarische Runde mit Vertretern der Fraktionen im Deutschen Bundestag

Heidrun Bluhm, MdB, DIE LINKE
Marie-Luise Dött, MdB, CDU
Michael Groß, MdB, SPD
Christian Kühn, MdB, Bündnis 90 / Die Grünen

17:50 Uhr: Pause

18:15 Uhr: Im Gespräch: Herausforderungen und Perspektiven des Stadtgrüns

Prof. Dr. Catrin Schmidt, Institut für Landschaftsarchitektur, TU Dresden
Tjards Wendebourg, Redakteur Dega GaLaBau und Freiraumgestalter
Dr. Rena Wandel-Hoefer, Beigeordnete und Baudezernentin der Landeshauptstadt Saarbrücken

19:00 Uhr: Studentischer Wettbewerb Zukunftsbilder einer grünen Stadt

Auszeichnung der Preisträger, DirProf. Harald Herrmann, Leiter des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Anschließend geselliger Ausklang


11. Juni 2015 – Zweiter Kongresstag

09:00 Uhr: Veranstaltungsbeginn in drei parallelen Foren

A. Makroebene: Grüne Infrastruktur

Stadtgrün als Gesamtsystem
In diesem Forum wird die Bedeutung und Entwicklung von Stadtgrün auf einer großräumigen gesamtstädtischen Ebene diskutiert. Hierbei geht es um vernetzte Freiraumverbundsysteme und ihre funktionale Vielfalt etwa für Stadtnatur, Klima, Biodiversität und städtische Lebensqualität.
Moderation: Dr. Corinna Hölzer, GreenMediaNet
Begrüßung: Dr. Elsa Nickel, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Podium: Marco Fritz, Europäische Kommission; Prof. Dr. Ingo Kowarik, TU Berlin; Dr. Heino Kamieth, Landeshauptstadt Hannover; Hans-Joachim Augustin, Stadt Essen; Till Rehwaldt, Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla)
Kommentare: Till Hopf, NABU Naturschutzbund Deutschland e. V.; Prof. Dr. Arno Bunzel, Deutsches Institut für Urbanistik

B. Mikroebene: Grüne Quartiere

Qualität im Stadtgrün für Mensch und Umwelt
Die Gestaltung, Planung und Nutzung des nachbarschaftlichen Grünraums ist Thema dieses Forums. Auf dieser kleinräumigen Maßstabsebene von der Pflanze bis zum Quartierspark sind gartenbauliche Möglichkeiten, ökologische Ziele und soziale Ansprüche in Einklang zu bringen.
Moderation: Dr. Gregor Langenbrinck, Urbanizers
Begrüßung: Anke Brummer-Kohler, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Podium: Prof. Dr. Claudia Hornberg, Uni Bielefeld; Dr. Susanne Böll, Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau; Irma Stopka, Stiftung Naturschutz Berlin; Julius Mihm, Stadt Schwäbisch Gmünd; Lukas Siebenkotten, Deutscher Mieterbund
Kommentare: Peter Menke, Stiftung „Grüne Stadt“; Udo Bode, Bundesarchitektenkammer (BAK); Christian Siegel, Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)

C. Akteursebene: Grün wertschätzen

Grün engagiert: Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft
In Forum C stehen die Akteure im Mittelpunkt. Im Zusammenspiel von kommunalem Handeln, zivilgesellschaftlichem Engagement und privatwirtschaftlichen Initiativen bilden sich neue Kooperationsformen heraus. Welche Perspektiven ergeben sich daraus für das städtische Grün?
Moderation: Heiner Baumgarten, GALK e. V.
Begrüßung: Clemens Neumann, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Podium: Dr. Henry Wüstemann, TU Berlin; Dr. Susie Lee, evidence – economic analysis & consulting; Michael Berninger, Gartenprogramm Leipzig; Dr. Anke Valentin, Wissenschaftsladen Bonn; Axel Welge, Deutscher Städtetag
Kommentare: Dr. Achim Schröter, stv. Geschäftsführer der Sparte Abfallwirtschaft und Stadtreinigung beim Verband kommunaler Unternehmen (VKU); Prof. Dr. Klaus Neumann, Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e. V. (DGG1822 e. V.); Tobias Quednau, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE); Dr. Falko Feldmann, Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft

10:30 Uhr: Kaffeepause

11:00 Uhr: Perspektive Grün in der Stadtentwicklung

Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

11:15 Uhr: Grün quer gedacht

Vortrag von Prof. ir. Winy Maas, MVRDV Rotterdam und University of Delft – Studio the Why Factory

12:00 Uhr: Berichte aus den Workshops

12:15 Uhr: Integrativ handeln – Rahmen setzen, umsetzen und gestalten

Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Kommunen und den Ländern
Helmut Kern, Gartenamtsleiterkonferenz (GALK e. V.)
Peter Gaffert, OB Wernigerode/Kommunales Bündnis für biologische Vielfalt
Bernd Düsterdiek, Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)
Carola Scholz, Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV)

13:00 Uhr: Stadtgrün erleben

Organisatorisches zu den Exkursionszielen

13:15 Uhr: Mittagspause

14:30 Uhr: Exkursionen zu Zielen in Berlin

Exkursion 1: Grüne Aneignung – Sozialer Anspruch im Wohnumfeld

Ort: Mauerpark/Mauergarten und Hofgärten
Themen: Grün in der Stadterneuerung, Aufwertungen auf Brachen und versiegelten Hofflächen, Nachverdichtung
Dass die gründerzeitlichen „Mietskasernen-Viertel“ im Prenzlauer Berg heute zu den attraktivsten Bereichen der Stadt zählen, ist nicht zuletzt Ergebnis der vielen neuen klein- und großflächigen Grünanlagen. Mit einem in die Stadterneuerung integrierten Hofgärtenprogramm wurden gezielt Mieter und Eigentümer aktiviert und Grünoasen in den Hinterhöfen geschaffen. Der auf dem ehemaligen Mauerstreifen und auf Bahnbrachen angelegte Mauerpark mit dem vor Kurzem entstandenen Mauergarten ist einer der prominenten Freiräume, denen Berlin seine internationale Anziehungskraft verdankt und die Raum für vielfältige Aneignungsmöglichkeiten bieten. Am Beispiel des Mauerparks wird auch die Kontroverse zwischen neuer Wohnbebauung und Erhalt beziehungsweise Erweiterung von Freiflächen deutlich.

Exkursion 2: Bürgerschaftliches Gärtnern – Kleine Projekte, große Wirkung

Ort: Kleingartenanlage „Bachespe“, Gartenstadt Falkenberg (UNESCO Welterbe), interkultureller Garten
Themen: Kleinteilige Grüngestaltung in einer Welterbesiedlung, innovative soziale Ansätze in einer Kleingartenanlage sowie Beispiel für ein interkulturelles Urban-Gardening-Projekt
Drei Projekte am Stadtrand in Treptow – fernab von Szenekiez und Touristenmetropole – leben vom aktiven Mitmachen der Bürgerinnen und Bürger. Die preisgekrönte Kleingartenanlage „Bachespe“ verknüpft Tradition mit sozialem Engagement und liegt in der Nähe zu einem interkulturellen Garten, einem Ort der sozialen Integration mit einer ganz eigenen „Gartenkultur“. Die vom Architekten Bruno Taut und dem Gartenarchitekten Ludwig Lesser 1912 geplante Gartenstadt Falkenberg zählt zum Weltkulturerbe. Bewohnerinteressen und die Belange der Gartendenkmalpflege treffen hier direkt aufeinander.

Exkursion 3: Stadtgrün wertschätzen – Ökologisch, sozial, ökonomisch

Ort: Park am Gleisdreieck
Themen: Nordteil: Sport und Freizeit, Standortfaktor der Immobilienentwicklung; Südteil: Ruderalvegetation, Stadtnatur und Naturerfahrung, der Park als Frischluftschneise
Der Park am Gleisdreieck ist eine der jüngsten und beliebtesten Grünanlagen Berlins. Während er im nördlichen Bereich als Sport- und Erholungspark gestaltet ist, überwiegen im südlichen Bereich naturnahe Elemente. Ein spezielles Pflege- und Managementkonzept trägt ebenfalls zur dauerhaften Attraktivität des Parks bei. Die intensive Bautätigkeit am Rande belegt, welchen immobilienwirtschaftlichen Effekt eine solche qualitätsvolle Grünanlage auslösen kann.

Exkursion 4:Neue Landschaftsräume – Biologische Vielfalt und urbane Agrikultur

Ort: Landschaftspark Herzberge
Themen: Natur entwickeln, erleben und nutzen; urbane Landwirtschaft, Landschafts- und Biotopentwicklung
Ein circa 100 Hektar großer, nahezu vergessener Stadtraum von ehemaligen Gewächshausanlagen, Bahn- und Industriebrachen wird zu einem neuartigen Landschaftspark transformiert. Neue Formen städtischer Landwirtschaft und Naturschutz sollen in Einklang gebracht werden. Mehrere Schafherden übernehmen die Landschaftspflege und ziehen Besucherinnen und Besucher an.

Exkursion 5: Grün planen und erhalten – Multifunktionalität als Chance und Herausforderung

Ort: Platz der Republik/Großer Tiergarten
Themen: Platz und Park als Repräsentations- und Veranstaltungsraum, Platz und Park im Alltagsgebrauch, Verknüpfung von Grün- und Blauräumen, Gartendenkmal, Biotoppflege
Der Tiergarten und der vor dem Reichstag gelegene Platz der Republik gehören zu den repräsentativsten Grünflächen der Stadt. Als stadtklimatisch bedeutende Freiräume, Gartendenkmale, „Eventräume“ der Hauptstadt, touristische Anziehungspunkte und alltägliche Erholungsorte vieler Berlinerinnen und Berliner haben sie unterschiedlichste sich überlagernde Funktionen inne. Daher sind der Umgang mit Übernutzung sowie entsprechende Instandhaltung und Grünpflege zentrale Themen der Park- und Platzentwicklung.

Für fußläufige Exkursionen geeignete und den Wetterbedingungen angemessene Bekleidung wird empfohlen.